Werbebeitrag

Analyse · Ticketverkauf in Deutschland

Das Publikum ist da. Im Ticketshop merkt man davon nichts.Acht Wochen vor der Show bleibt nur der Rabatt. Entschieden wird früher.Die Kosten stiegen um 50 Prozent. Die Lücke zum Ticketpreis trägst du.Viele tippen auf „Ticket kaufen“. Wenige kommen bis zum Bezahlen.Woran du sechs Monate vorher erkennst, ob dein Vorverkauf aufgehtDu öffnest die Verkaufszahlen. Es hat sich nichts bewegt.Vier der sechs Hebel im Vorverkauf kosten kein Werbebudget.Du hast alles richtig gemacht. Das Line-up steht, die Produktion läuft, und der Vorverkauf bewegt sich nicht.Du willst keinen Ausverkauf versprochen bekommen. Du willst wissen, woran du bist.Die Halle ist bezahlt, die Anzahlungen sind raus, und niemand kann dir sagen, ob die Tickets kommen.Die Tickets sind verkauft. Das Geld kommt, wenn die Show gelaufen ist.Warum 2026 mehr Menschen auf Konzerte gehen als vor der Pandemie und Vorverkäufe trotzdem hängenWarum immer mehr Veranstaltende zuerst über ihr Ticketing reden und dann über WerbungWie Veranstaltende 2027 ihren Vorverkauf steuern, statt auf den Endspurt zu hoffen

5,37 Millionen Menschen in Deutschland gehen regelmäßig auf Konzerte, mehr als vor der Pandemie. Trotzdem bleiben Vorverkäufe hinter dem Plan, und auffällig wird das meist erst, wenn zum Gegensteuern kaum noch Zeit ist. Was sich im Kaufverhalten wirklich verschoben hat, warum die alten Reflexe nicht mehr greifen und was heute nachweisbar Tickets verkauft.

Gefülltes Publikum bei einem Open-Air-Konzert im Nachmittagslicht
So sieht es aus, wenn es aufgeht. Entschieden wird das aber in den Monaten davor, im Vorverkauf.

Es gibt einen Moment, den fast alle Veranstaltenden kennen, und er hat nichts mit dem Showtag zu tun. Du hast zugesagt. Der Termin ist gebucht, das Line-up steht auf dem Papier, die erste Anzahlung ist raus. Ab diesem Tag läuft die Rechnung nur noch in eine Richtung, und wie viele Tickets am Ende daraus werden, weiß niemand.

Zwischen Zusage und Showtag liegen bei einer größeren Produktion neun bis achtzehn Monate. Der Vorverkauf hat also Zeit, und genau deshalb wird er spät angefasst. Zum Thema wird er erst, wenn die Kurve nicht dorthin kommt, wo sie sein müsste. Dann sind es plötzlich acht Wochen bis zur Show, und die wirksamen Hebel gibt es nicht mehr.

Dann reagiert man so, wie man reagiert. Noch ein Post, Budget in eine Anzeige, ein Plakatnetz. Und dazu die immer gleiche Frageschleife: Liegt es am Line-up? Am Preis? An der Stadt? Liegt es an mir?

Leeres Open-Air-Gelände am Morgen des Aufbaus, Bühne fast fertig
Die Kapazität steht fest, lange bevor klar ist, wer kommt.

Meistens liegt es an keinem dieser Punkte, sondern daran, dass sich verändert hat, wie in Deutschland Tickets gekauft werden, während die Art, wie sie verkauft werden, gleich blieb. Eine Sache vorweg: Der größte Teil davon gehört in die Planungsphase, nicht in den Endspurt.

Teil 1 · Die Ausgangslage

Die Nachfrage ist nicht das Problem

Der erste Reflex: Die Leute hätten kein Geld mehr oder kein Interesse. Die Daten sagen etwas anderes. Die Zahl der regelmäßigen Konzertbesuche liegt bei 5,37 Millionen, über dem Wert vor der Pandemie.1 Über 115 Millionen Besuche im Jahr, knapp 6 Milliarden Euro Umsatz im Live Entertainment.2 80 Prozent der 18 bis 29-Jährigen geben ihr Geld lieber für Erlebnisse aus als für Dinge.1 Und der größte Ticketverkäufer des Landes machte 2025 erstmals über drei Milliarden Euro Umsatz.7 Am Ticketverkauf verdient also jemand gut, nur nicht automatisch der, der das Risiko trägt.

Wenn die Nachfrage auf Rekordniveau liegt und dein Vorverkauf hinterherhängt, ist das kein Nachfrageproblem, sondern ein Verteilungsproblem.

Trotzdem sagen immer mehr Veranstaltende ab

Allein für 2025 wurden weltweit über 40 Musikfestivals abgesagt, in Deutschland unter anderem Elbjazz und Full Force.3 Dahinter steckt eine Schere: Die Produktionskosten sind seit dem Ende der Pandemie um rund 50 Prozent gestiegen, die Ticketpreise nur um etwa 30.1

Abbildung 1

Die Kostenschere: was gestiegen ist und was nachgezogen hat

0 %
0 %
Produktions­kosten
Ticket­preise

Die Differenz von rund 20 Prozentpunkten trägt niemand außer dir.

Veränderung seit Ende der Pandemie.1 Lesart: Jedes nicht verkaufte Ticket wiegt heute schwerer als 2019.

Von unten drückt die zweite Zange, aber anders, als man denkt. Konsumklima minus 29,6 Punkte, Sparneigung auf dem höchsten Wert seit 2008,5 Lebensmittel 37,7 Prozent teurer als 2020.4 Das heißt nicht, dass kein Geld da wäre, sondern dass jede Ausgabe zu einer Entscheidung geworden ist. Früher war ein Ticket für 45 Euro eine Kleinigkeit, heute ein Posten, der sich behaupten muss. Auf einen Punkt hast du Einfluss: wie viele Tickets du verkaufst, bevor die Show stattfindet.

Du willst wissen, wo dein Vorverkauf gerade wirklich steht? Erstgespräch buchen
Teil 2 · Was sich verschoben hat

Sechs Veränderungen, die den Vorverkauf umgebaut haben

Wer heute verkauft wie 2018, verkauft nicht falsch. Er verkauft in einen Markt, der seine Regeln geändert hat.

1. Die Entscheidung fällt später. Dein Risiko fällt früher.

Vera Allmanritter vom Institut für Kulturelle Teilhabeforschung: „Durch sehr kurzfristige Absagen von Veranstaltungen in der Corona-Zeit hat sich inzwischen ein sehr kurzfristiges Ticket-Buchungsverhalten etabliert."4 Der Branchenverband sagt dasselbe: Die Nachfrage wird volatiler, der Erfolg entscheidet sich oft erst kurz vor Beginn.1

Das Problem ist nicht der späte Kauf, sondern dass deine Entscheidungen nicht später geworden sind. Bühne, Personal, Security, Anzahlungen: alles muss fest, lange bevor die Kurve etwas sagt. Und ein zweiter Haken: Spät heißt nicht Abendkasse. Die trägt längst nicht mehr, was sie früher getragen hat. Das Fenster ist nicht später geworden, es ist enger. Später als früher, und trotzdem vor dem Showtag.

Abbildung 2

Wann die Tickets kommen und wann du entscheiden musst

Break-Even 100 % 0 % Start Showtag Hier musst du endgültig zusagen und bezahlen Stand heute Abendkasse trägt kaum Stand 2018
Verkaufsverlauf, wie er früher üblich war Verkaufsverlauf, wie er heute häufig aussieht

Die gestrichelte rote Linie in der Mitte markiert den Moment, in dem du Produktion, Personal und Anzahlungen verbindlich machst. Dort liegt der Vorverkauf heute deutlich tiefer als früher. Und die heutige Kurve holt spät auf, flacht aber vor dem Showtag ab: Die Abendkasse trägt nicht mehr, was sie früher getragen hat.

Schematisch.1411 Am Punkt der verbindlichen Zusage liegt die Kurve heute tiefer. Sie holt spät auf, flacht aber vor dem Showtag ab: Die Abendkasse schließt die Lücke nicht mehr.

2. Es wird nicht weniger ausgegeben, sondern fokussierter

Johannes Everke, Geschäftsführer des Branchenverbands: „nicht weniger Geld … sondern fokussierter."1 In der Praxis: lieber einmal 200 Euro für den Megastar als dreimal 60 Euro.4

Abbildung 3

Aus drei mittleren Käufen wird ein großer

60 €
60 €
60 €

früher: drei Abende im Halbjahr

200 €

heute: ein Abend, der es wert sein muss

Gleiches Budget, andere Verteilung.14

Diese Entscheidung fällt in einem Markt mit rund 1.800 Musikfestivals,1 in dem sich viele Angebote ähneln: vergleichbare Genres, vergleichbare Preise, dieselben Acts über mehrere Bühnen eines Sommers. Wenn zwei Angebote austauschbar wirken, entscheidet nicht die Qualität, sondern was klarer kommuniziert wird. Wer nicht früh zum Pflichttermin wird, landet auf „vielleicht", und das heißt Abendkasse oder gar nicht.

3. Ankündigen ist kein Verkaufen mehr

Lange funktionierte es, ein Event bekannt zu machen und dann zu warten. Dieser Automatismus ist weg. Die Aufmerksamkeit ist umgezogen: rund 31 Millionen Instagram-Nutzende in Deutschland, über 23 Millionen monatlich aktive auf TikTok.12 Die Entscheidung über ein Wochenende fällt nicht vor einer Litfaßsäule.

Der unangenehmere Grund: Bei Plakat, Radio und Anzeige weißt du am Ende, was du ausgegeben hast. Nie, was es gebracht hat. Du kannst nicht sehen, welche Maßnahme verkauft hat, niemanden erneut ansprechen und mitten in der Laufzeit nichts korrigieren.

4. Der Kauf passiert am Handy, in unter einer Minute, oder nie

Angenommen, alles davor hat funktioniert: Jemand hat Lust und tippt auf den Link. Genau hier verlieren die meisten den größten Teil ihrer bezahlten Aufmerksamkeit wieder. Die durchschnittliche Abbruchrate im Warenkorb liegt bei rund 70 Prozent,17 am Smartphone bei über 85 Prozent.9 Dazu Gebühren, die erst im Warenkorb auftauchen und den Preis um 8 bis 20 Prozent erhöhen.8 Solche Zusatzkosten sind der häufigste Abbruchgrund.9

Zwei Freunde auf einer sonnigen Treppe schauen gemeinsam auf ein Handy
Hier entscheidet sich der Vorverkauf: zwischendurch, am Handy, oft zu zweit.

Abbildung 4

Von 100 gefüllten Warenkörben werden 30 bezahlt. Am Smartphone 14.

Ausgangspunkt100Warenkörbe
alle Geräte30bezahlt
nur Smartphone14bezahlt

Zwei Messungen, keine Kette. Beide Werte beziehen sich auf dieselben 100 Warenkörbe. Der Unterschied ist nur das Gerät.

Gerechnet mit den Abbruchraten im Onlinehandel: rund 70 Prozent über alle Geräte,17 über 85 Prozent am Smartphone.9 Branchenübergreifend, also als Größenordnung zu lesen.

5. Die Plattform weiß, wer gekauft hat. Du nicht.

72 Prozent der Menschen, die in Deutschland Tickets kaufen, kauften in den letzten zwölf Monaten bei Eventim.6 Bequem für die Reichweite, teuer für die Zukunft: Du bekommst Geld für dieses Ticket, aber keine Beziehung. Beim nächsten Event weißt du nicht, wer da war, und zahlst erneut dafür, Menschen zu erreichen, die dich kennen.

6. Verkauft ist nicht bezahlt

Zwischen dem verkauften Ticket und dem Geld auf deinem Konto liegen bei vielen Anbietern Wochen oder Monate. Das verbreitete Modell nimmt alle Zahlungen zuerst auf ein Konto der Plattform und überweist deinen Anteil später, häufig erst nach der Veranstaltung.16 Beim Selbstbedienungsangebot des Marktführers steht es in den Hinweisen: abgerechnet wird fünf Werktage nachdem du den Event auf abgeschlossen gesetzt hast, also nach der Show.15

Lege das über die erste Verschiebung: Gäste entscheiden später, Rechnungen kommen früher, und das Geld längst verkaufter Tickets liegt bei jemand anderem. Dass das kein theoretisches Risiko ist, zeigte Anfang 2026 die Insolvenz der Kreuzberger Konzertkasse Koka36, die den Clubs erst nach den Konzerten auszahlte. Betroffen waren mindestens zehn Clubs, einzelne mit Beträgen zwischen 50.000 und über 90.000 Euro.14

Es hat einen viel größeren Radius, als man ahnt. Radek von Bronikowski, Veranstaltungsfirma Greyzone, über die ausstehenden Ticketgelder

Erkennst du deinen Vorverkauf in diesen sechs Punkten?

Dann liegt es nicht am Line-up. 30 Minuten, kostenlos, mit Blick auf deine Zahlen. Danach weißt du, welcher der sechs Punkte bei dir der Engpass ist.

Erstgespräch buchen
Ein Vorverkauf, der nicht läuft, ist selten ein Werbeproblem. Es ist meistens ein Verkaufsprozess, den niemand gebaut hat.

Der Wendepunkt

Ein Vorverkauf ist ein Verkaufsprozess, kein Werbebudget

Der Unterschied zwischen Veranstaltenden, die planbar verkaufen, und denen, die jedes Jahr zittern, liegt nicht im Budget und nicht im Line-up, sondern darin, ob es einen gebauten Weg vom ersten Kontakt bis zum bezahlten Ticket gibt. Er besteht aus sechs Teilen, und keiner ist neu erfunden.

  • 01Ein Shop, der dir gehört. Damit du weißt, wer kauft.
  • 02Ein Grund, warum gerade dein Event. Etwas, das mehr sagt als Line-up, Ort und Datum.
  • 03Nachfrage, die du selbst erzeugst. Auf jede Stufe, nicht ein Motiv für alle.
  • 04Phasen und Preise als Logik. Ein Grund, heute zu kaufen.
  • 05Zurückholen, wer fast gekauft hat. Der billigste Umsatz überhaupt.
  • 06Den Verlauf steuern. Jede Woche wissen, ob du auf Kurs bist.
Welcher der sechs Teile bei dir fehlt, lässt sich in einem Gespräch klären. Erstgespräch buchen
Teil 3 · Der Aufbau

Baustein 1: Ein Shop, der dir gehört

Das Portal ist ein Marktplatz, ein eigener Shop ist dein Laden. Beides kann parallel laufen, denn die Reichweite des Portals hat echten Wert. Aber der Verkauf, den du selbst bezahlst, sollte in deinem Shop landen. Nicht wegen der gesparten Gebühr, sondern wegen der Kontrolle: über Preis, Kontingente, Bundles, den Zeitpunkt der Auszahlung und darüber, wer bei dir kauft.13

Abbildung 5

Was dir bleibt, nachdem das Ticket verkauft ist

Verkauf über ein Portal

  • Geld für dieses eine Ticket
  • Reichweite der Plattform
  • Gebühren, sichtbar im Bezahlvorgang
  • Kundendaten liegen dort, nicht bei dir
  • Auszahlung häufig erst nach der Veranstaltung
  • dein Vorverkaufsgeld liegt bis dahin bei einem Dritten
  • Preise und Phasen im Rahmen des Systems
  • nächstes Event: wieder von vorn

Verkauf über den eigenen Shop

  • Geld für dieses Ticket, mit besserer Marge
  • eigene Marke im Bezahlvorgang
  • volle Freiheit bei Phasen, Bundles, Gruppen, Upgrades
  • du weißt, wer gekauft hat und wer fast gekauft hat
  • Zahlungen laufen direkt auf dein Konto
  • der Vorverkauf finanziert die Produktion mit
  • du siehst, welche Maßnahme wirklich verkauft hat
  • nächstes Event: du startest mit Publikum
Gegenüberstellung nach den üblichen Leistungsmerkmalen.813 Es geht nicht darum, das Portal zu verlassen, sondern darum, den Verkauf, den du selbst bezahlst, nicht zu verschenken.

Baustein 2: Ein Grund, warum gerade dein Event

Ein Event, das sich nur über Line-up, Ort und Datum beschreibt, ist ersetzbar. Nicht weil es schlecht wäre, sondern weil es nichts anbietet, woran man sich festhalten kann. Ein Datum ist kein Argument.

Interessant ist, was Menschen selbst als Grund nennen. Künstler und Tanzen erwartbar oben mit 87 Prozent. Direkt danach: 83 Prozent nennen die Gemeinschaft mit anderen, 77 Prozent fühlen sich als Teil von etwas Größerem.1 Menschen kaufen also nicht nur eine Veranstaltung, sondern die Aussicht, dort auf Leute zu treffen, die so sind wie sie. Genau das steht auf den meisten Motiven nicht drauf.

Praktisch geht es um eine Handschrift, die man wiedererkennt: eigene Sprache statt Pressetext, wiederkehrende Rituale, eine Community, die auch zwischen zwei Ausgaben existiert. Der wirtschaftliche Teil ist unromantisch: Wer eine Community hat, muss Aufmerksamkeit nicht jedes Jahr neu kaufen.

Eine Grenze gehört dazu: Marketing kann keine Seele erfinden. Was es kann, ist eine vorhandene Haltung sichtbar machen und konsequent erzählen. In den meisten Fällen, die wir sehen, ist die Haltung längst da. Sie steht nur nirgends. Deshalb entscheidet nicht die Anzeigeneinstellung über das Ergebnis, sondern das Motiv. Eines, das nur Datum, Ort und Ticketarten aufzählt, überzeugt nur den, der sich schon entschieden hat.

Baustein 3: Nachfrage erzeugen statt auf Reichweite hoffen

Ein Ticket wird selten beim ersten Kontakt gekauft. Zwischen „interessant" und „bezahlt" liegen mehrere Schritte, und in jedem braucht der Mensch etwas anderes. Die Frage ist nicht „welche Anzeige läuft am besten", sondern „welcher Schritt fehlt gerade".

Abbildung 6

Die fünf Schritte vor dem Ticketkauf

1

Wahrnehmen

„Das gibt es also." Erster Kontakt, meistens im Vorbeiscrollen.

Was dort greift: ein Motiv, das auf den ersten Blick klarmacht, was für ein Abend das ist.

2

Auseinandersetzen

„Ist das etwas für mich?" Line-up, Ort, Termin, Stimmung werden geprüft.

Was dort greift: Bewegtbild vom Vorjahr, Details, Atmosphäre, echte Stimmen.

3

Abstimmen

„Wer kommt mit?" Die Entscheidung wandert in eine Gruppe und bleibt dort liegen.

Was dort greift: teilbare Inhalte, Gruppen- und Freundetickets, ein klarer Anlass.

4

Vergleichen

„Was kostet das, und was bekomme ich?" Jetzt wird gesucht, und zwar nach deinem Namen.

Was dort greift: Präsenz in der Suche, damit dieser Kauf nicht bei einem Portal oder Zweitmarkt landet.

5

Entscheiden

„Jetzt oder nie." Es braucht einen Grund, heute zu kaufen.

Was dort greift: Phasenpreis, endendes Kontingent, sichtbarer Nachteil beim Warten.

Vereinfachte Darstellung. In der Realität laufen die Schritte nicht sauber nacheinander ab, sondern springen. Genau deshalb braucht jeder Schritt eigene Inhalte.

Hier trennen sich „wir schalten Anzeigen" und „wir bauen einen Vorverkauf". Für manche Events ist bezahlte Suche verbranntes Geld, weil noch niemand sucht. Für andere der wichtigste Kanal. Das gehört vor die erste Kampagne.

Baustein 4: Verkaufsphasen und Preise als Verkaufslogik

Der wirksamste Hebel kostet keinen Cent Werbebudget: die Frage, warum jemand heute kaufen soll und nicht in sechs Wochen. Über drei Viertel der Fans nutzen Early-Bird-Tickets und planen ihr Jahr um ein Event herum, das ein Jahr später stattfindet.1 Und junge Leute greifen wieder früher zu, wenn früh kaufen sichtbar billiger ist.10 Die Bereitschaft ist da, sie braucht einen Anlass.

Abbildung 7

Kontingente statt Kalender: der Preis steigt, wenn etwas ausgeht

Kontingent 1
Kontingent 2
Kontingent 3
Rest
39 €Phase 1
49 €Phase 2
59 €Phase 3
69 €Abendkasse
VerkaufsstartShowtag
Entscheidend ist die Kopplung an ein Kontingent, nicht an ein Datum: „solange verfügbar" wirkt, „bis Freitag" wird verschoben.

Der Rabatt kurz vor der Show ist dagegen keine Lösung. Er bestraft rückwirkend jeden, der früh gekauft hat, und erzieht dein Publikum zum Warten.11 Dazu die Stellschrauben im Ticketing, die öfter Umsatz bringen als jede weitere Anzeige: Gruppentickets für den Warenkorbwert, Bundles mit Merch oder Anreise, eine Premiumstufe, ein Anlass für Geschenkkäufe.

Baustein 5: Die zurückholen, die schon fast gekauft haben

Wenn rund 70 Prozent aller Warenkörbe abgebrochen werden und am Handy über 85 Prozent,9 liegt der günstigste Umsatz nicht bei fremden Menschen, sondern bei denen, die schon auf „Ticket kaufen" getippt haben. Sie kennen Event und Preis und waren bereit. Sie erneut anzusprechen kostet einen Bruchteil. Ohne eigenen Shop weiß aber niemand, wer sie sind.

Baustein 6: Den Verlauf steuern, nicht hoffen

Der unspektakulärste Baustein, und der, der über die Saison entscheidet. Ein Vorverkauf braucht ein Ziel pro Woche und einen Blick darauf, ob er es erreicht. Wer das hat, sieht keine enttäuschende Zahl, sondern eine Abweichung. Und die kann man behandeln: neue Phase, andere Motive, verschobenes Budget.

Abbildung 8

Derselbe Vorverkauf, mit und ohne Steuerung

Break-Even Start Showtag Phase 2 gestartet Gruppentickets dazu ohne Steuerung
Zielkurve bis Break-Even Verlauf, wenn niemand eingreift Verlauf mit wöchentlicher Steuerung

Zwei Eingriffe machen den Unterschied: eine neue Verkaufsphase in der ersten Hälfte und zusätzliche Gruppentickets in der zweiten. Beide entstehen nur, wenn jemand die Abweichung früh sieht.

Schematisch. Der Unterschied entsteht nicht durch mehr Budget, sondern dadurch, dass zwei Abweichungen früh gesehen wurden.

So weit die Theorie. Wie sieht das bei deinem Event aus?

Wir gehen die sechs Bausteine an deinem nächsten Vorverkauf durch: was steht, was fehlt, was in zwei Wochen umsetzbar ist.

Erstgespräch buchen
Teil 4 · In der Praxis

Was das bedeutet, wenn ein Vorverkauf schon läuft

Der häufigste Einwand ist berechtigt: Das klingt nach einem Projekt, und du hast keine drei Monate Konzeptphase. Deshalb steht am Anfang keine Strategie, sondern eine Bestandsaufnahme: Wo steht der Vorverkauf, wie viele Tickets braucht es bis Break-Even, gibt es ein Phasenmodell, wie viel Preisspielraum ist da. Daraus ergibt sich eine kurze Liste, die sofort wirkt, und eine längere für die nächste Saison. Die erste geht in Tagen live, nicht in Wochen.

Crew-Mitglied produziert Material beim Aufbau auf dem Festivalgelände
Die besten Motive entstehen dort, wo sowieso alle sind.

In der Umsetzung sieht das so aus. Jedes Motiv gehört zu einem anderen Schritt aus Abbildung 6.

Anzeigenmotiv Line-up-Ankündigung
Schritt 1 · WahrnehmenLine-up als Anlass, nicht als Plakat
Anzeigenmotiv im Beitragsformat
Schritt 1 · WahrnehmenEntdeckung statt Werbung, im Beitragsformat
Anzeigenmotiv im Ton der Zielgruppe
Schritt 2 · AuseinandersetzenIm Ton der Zielgruppe statt im Ton der Veranstaltenden
Anzeigenmotiv Gruppenticket
Schritt 3 · AbstimmenGruppenticket für die Freundesrunde
Anzeigenmotiv mit Nostalgie-Aufhänger
Schritt 2 · AuseinandersetzenEin Gefühl als Aufhänger, kein Angebot
Anzeigenmotiv Geschenk-Anlass
Schritt 3 · AbstimmenDer Anlass verkauft, nicht das Event
Anzeigenmotiv Ticketübersicht
Schritt 4 · VergleichenTicketarten vergleichbar machen, bevor jemand sucht
Anzeigenmotiv mit Aktionszeitraum
Schritt 5 · EntscheidenEin Anlass, der den Kauf heute auslöst

Auszug aus laufenden Kampagnen. Motive und Marken gehören den jeweiligen Veranstaltenden.

Klingt das nach deinem Vorverkauf?

Dann lohnt sich ein Gespräch, bevor der nächste Vorverkauf startet. 30 Minuten, ohne Präsentation, unabhängig davon, ob wir danach zusammenarbeiten.

Erstgespräch buchen

Wer das hier schreibt

adsbe arbeitet ausschließlich mit Veranstaltenden

Wir sind keine Agentur, die auch Events macht. Wir machen nur Events, Touren, Venues, Festivals und Sport. Der Prozess dahinter ist für diese Branche gebaut, inklusive einer internen Wissensdatenbank über alle Vorverkäufe, die wir begleitet haben.

500+
begleitete Events
1 Mio.+
verkaufte Tickets über unsere Kampagnen
7-stellig
jährlich verantwortetes Werbebudget
splash! Heroes Festival Alligatoah SG Dynamo Dresden SIXX PAXX Beethovenfest Bonn Festival Mediaval Icon League Outback Festival Finch Bausa Sixdays Berlin
Teil 5 · Passt das zu dir

Für wen sich das rechnet und für wen nicht

Alles hier braucht ein bestimmtes Volumen, damit sich der Aufbau lohnt. Darunter ist der ehrliche Rat ein anderer.

Passt

  • ab etwa 5.000 verkauften Tickets im Jahr
  • Festivals, Touren, wiederkehrende Formate, Venues, Sport
  • Entscheidungen über Preis und Phasen liegen bei dir
  • du willst wissen, welche Maßnahme welches Ticket gebracht hat

Passt eher nicht

  • einzelne kleine Veranstaltungen unter 1.000 Tickets
  • der Termin ist in zehn Tagen und alles andere ist offen
  • gesucht wird jemand, der nur Motive hochlädt
  • erwartet wird eine Garantie auf Ausverkauf
Passt die linke Spalte auf dich? Erstgespräch buchen

Die Fragen, die im Gespräch immer kommen

Ab wann rechnet sich das, und woran messt ihr das?

Nicht an der Reichweite, sondern daran, was ein verkauftes Ticket dich in der Werbung gekostet hat, gemessen an Ticketpreis und Break-Even. Diese Zahl legen wir vor dem Start gemeinsam fest. Wenn sie nicht erreichbar aussieht, sagen wir das im Erstgespräch.

Wir verkaufen über Eventim. Müssen wir da raus?

Nein. Sinnvoll ist ein Nebeneinander: das Portal für den Verkauf, der von allein dort passiert, dein Shop für den, den du mit eigenem Budget antreibst. Sonst bezahlst du Werbung und die Kundenbeziehung bleibt bei einem Dritten.

Versprecht ihr Ausverkauf?

Nein. Line-up, Preis, Termin, Stadt und Wetter spielen mit. Steuerbar ist: wie früh verkauft wird, wie viele Menschen den Weg bis zum Bezahlen schaffen, was ein Ticket in der Werbung kostet und ob du jede Woche siehst, wo du stehst.

Dein Potenzial

Finde in 30 Minuten heraus, was in deinem Vorverkauf noch drin ist.

Wir schauen gemeinsam auf deine Zahlen: aktueller Stand, Break-Even und die Stellen, an denen bei dir Tickets liegen bleiben. Danach weißt du, welches Potenzial in deinem Vorverkauf steckt und an welchen zwei oder drei Punkten du zuerst ansetzen solltest. Auch wenn wir nicht zusammenarbeiten.

kostenlos und unverbindlich nur für Veranstaltende ab 5.000 Tickets im Jahr keine Präsentation, sondern deine Zahlen und dein Potenzial

Kalender lädt bei dir nicht? Termin direkt bei Calendly wählen

Quellen

  1. Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), Pressemitteilung „Festivals bleiben Priorität und Live-Erlebnisse begeistern Millionen", 22. Mai 2026. Enthält unter anderem 5,37 Mio. regelmäßige Konzertbesucher (IfD Allensbach 2026), Kostensteigerung rund 50 Prozent gegenüber Ticketpreisen rund 30 Prozent, rund 1.800 Musikfestivals (Festivalstudie 2025), Werte 70 / 80 / 93 Prozent (Living for Live 2026) sowie das Zitat von Johannes Everke. bdkv.de
  2. BDKV, „Unser Markt & Daten": knapp 6 Mrd. Euro Umsatz im Live Entertainment, über 115 Mio. Besuche pro Jahr. bdkv.de
  3. Groove, „Weltweite Krise: Bereits über 40 Festivals dieses Jahr abgesagt", 3. Juni 2025, inklusive Elbjazz-Zitat. groove.de
  4. pretix Blog, „Wie geht's Dir, Eventbranche? Wie sich aktuelle Krisen auswirken", 23. Juli 2026. Enthält das Zitat von Vera Allmanritter (Institut für Kulturelle Teilhabeforschung, via NDR), die Beobachtung zur Fokussierung auf einzelne große Ausgaben sowie die Preissteigerung bei Lebensmitteln von 37,7 Prozent seit 2020. pretix.eu
  5. NIM / GfK Konsumklima Deutschland, Stand August 2026: Konsumklima minus 29,6 Punkte, Sparneigung 17,0 Punkte, Höchstwert seit 2008 im Januar 2026. nim.org
  6. Statista Infografik 2026, genutzte Ticketanbieter in den letzten zwölf Monaten: Eventim 72 Prozent, Ticketmaster 22 Prozent. statista.com
  7. CTS Eventim, Geschäftsjahr 2025: Konzernumsatz erstmals über 3 Mrd. Euro, Plus von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusammenfassung der Geschäftszahlen
  8. event.com.de, „Ticketverkauf Deutschland 2026": Vorverkaufs-, System- und Versandgebühren erhöhen den Ticketpreis typischerweise um 8 bis 20 Prozent. event.com.de
  9. Aggregierte Warenkorbabbruch-Statistiken in der Übersicht von Drip: mobile Abbruchrate 85,65 Prozent, 39 Prozent der mobilen Abbrüche wegen der Dateneingabe, bis zu 35,62 Prozent mehr Abschlüsse durch optimierten Bezahlvorgang. drip.com (die Seite zeigt teils eine Bot-Prüfung, dann einmal neu laden)
  10. Baymard Institute, laufend aktualisierte Auswertung von 50 Studien zur Warenkorbabbruchrate: dokumentierter Durchschnitt 70,22 Prozent, Stand September 2025. Primärquelle für die Größenordnung. baymard.com
  11. Weeztix, Datenanalyse zum Ticketkaufverhalten der Generation Z, Basis über 2.500 Events in den Niederlanden und Belgien, erstes Halbjahr 2023 bis 2025: junge Menschen greifen zunehmend zu Early-Bird- und Regular-Tickets. weeztix.com
  12. FinanceBuzz-Auswertung von über 22.000 Ticketweiterverkäufen (Zweitmarkt, international, Erhebung April bis Mai 2022), referiert bei DJ Mag Germany: 24 Prozent der Konzert- und 25 Prozent der Festivaltickets wechseln erst in der Woche vor dem Termin den Besitzer, Festivaltickets liegen zwei Wochen vorher rund 30 Prozent unter dem Durchschnittspreis. djmag.de
  13. Social-Media-Nutzerzahlen und Nutzungsdauer Deutschland 2026: Instagram rund 31 Mio. Nutzende, TikTok über 23 Mio. monatlich aktive Nutzende, tägliche Nutzungsdauer TikTok rund 95, YouTube 74, Instagram 53, Facebook 33 Minuten. blogmojo.de
  14. Insolvenz der Kreuzberger Konzertkasse Koka36, vorläufiges Verfahren ab Februar 2026: Ticketeinnahmen wurden treuhänderisch verwaltet und erst nach den Konzerten an die Clubs ausgezahlt, dadurch steckte das Geld für kommende Shows in der Insolvenzmasse. Mindestens zehn Clubs und mehrere Veranstaltende betroffen, genannt werden unter anderem 75.000 Euro (Bi Nuu und Festsaal Kreuzberg), 92.000 Euro (Greyzone) und 50.043 Euro (SO36). Daraus auch das Zitat von Radek von Bronikowski. groove.de, 23. März 2026 · groove.de, 17. Februar 2026
  15. EVENTIM.Light, Seite „Häufige Fragen zum Ticketing für Veranstalter": Die Abrechnung erfolgt innerhalb von fünf Werktagen, nachdem der Event-Status auf abgeschlossen gesetzt wurde. Abgesagte oder verlegte Events können erst nach Klärung der Stornierungsansprüche abgerechnet werden. eventim-light.de
  16. Beschreibung des verbreiteten Auszahlungsmodells im Ticketing, bei dem die Plattform die Käuferzahlungen zuerst auf ein eigenes Konto nimmt und den Anteil der Veranstaltenden später überweist, oft erst nach dem Event, sowie des Gegenmodells mit direkten Zahlungsflüssen. tcktnest.com
  17. Snapticket, „Wie funktioniert White-Label-Ticketing für Events?", 16. Juli 2026: Markenhoheit im Bezahlvorgang, Zugriff auf Kundendaten, höhere Marge pro Ticket. snapticket.de

Dieser Beitrag ist ein Werbebeitrag der adsbe GmbH. Alle Zahlen sind mit der jeweiligen Quelle belegt und dort im Original nachlesbar. Grafiken, die auf eigenen Annahmen oder Beispielrechnungen beruhen, sind in der Bildunterschrift entsprechend gekennzeichnet. Die Fotos in diesem Beitrag sind vollständig KI-generiert und im Bild mit dem EU-Kennzeichen „AI GENERATED" versehen. Sie zeigen keine realen Personen, Orte oder Veranstaltungen. Die abgebildeten Anzeigenmotive sind echt und gehören den jeweiligen Veranstaltenden. Stand der Recherche: 27. August 2026.

Erstgespräch buchen